Rumänien – Heimat meiner Vorfahren

Back on Track mit einer KTM 890 Adventure R. Hoffentlich auch gesundheitlich wieder fit, aber das wird der Urlaub zeigen.

Nach 2 Tagen Anreise, befinden wir uns nach rund 1400 km nun in Satu Mare, direkt hinter der Grenze zwischen Ungarn und Rumänien.

Wir sind zu viert unterwegs, bis Rumänien wir im Multivan und die Bikes auf dem Hänger. Heute, am 2. Tag ging es über 1100 km von Bayern nach Rumänien. Rumänien ist EU aber kein Schengen, d.h. wir standen 55 Minuten am Grenzübergang, bevor wir endlich einfahren durfen. 😞

Kleines Highlight heute, wir konnten einem gestrandeten Ducatisti mit Benzin aus der Versys aushelfen. Er glücklich, wir glücklich.

Ab Morgen sitzen wir dann für die nächsten 12 Tage auf den Bikes, primär unterwegs auf und abseits den Straßen in den Karpaten.

Der erste Fahrtag führte uns nach Vișeu de Sus, ca. 225 km wovon die ersten 40km über eine fast geradlinige Straße führte. Ab Baia Mare wurde es dann aber endlich kurvig, teilweise auch unbefestigt und die Höhenmeter wuchsen an.

Der 2.Tag in den Karpaten führte uns erstmal weiter in Richtung Osten. Angepeiltes Ziel war Câmpulung Moldovenesc, aber nicht ohne vorher diverse Pässe über 1000m abzufahren.

Tag 3

Tag 4 führte uns weiter entlang des Karpatenbogens Richtung Süden, nächstes Ziel sollte die Stadt Brasov sein. Unterwegs fing meine KTM an komische Geräusche zu machen. Was es war konnte man nicht wirklich lokalisieren, irgend eine Art poltern aus dem hinteren Bereich. Gegen Ende des Tages stellte sich heraus es war die hintere Bremse, diese war fest und sorgte so dafür dass die Bremsscheibe relativ heiß lief. Da man die Hinterbremse beim Motorradfahren in der Regel relativ selten benutzt sah ich jetzt erstmal kein größeres Problem und drückte die Bremsbacken auseinander.

Der Wecker klingelte früh denn es sollte heute über Transfăgărășan und andere schöne Pässe gehen. Unter dem Motorrad zeigte sich eine feuchter Fleck… kein Öl, kein Benzin, sollte es nur Kondenswasser sein? Dafür war es etwas viel und wenig später stellte sich heraus, dass es sich um Kühlflüssigkeit handelte. Ich entschied mich dafür, eine Werkstatt aufzusuchen um danach schauen zu lassen. Die Idee war, dass sich auch direkt jemand die Bremse hätte anschauen können. Leider gab es erst am nächsten Tag einen Termin mit dem Ergebnis dass eine Reparatur nicht in den nächsten fünf Tagen hätte stattfinden können da Teile bestellt werden mussten. So entschied ich mich nach zwei Tagen in Brasov die Reise verkürzt fortzusetzen.

Nächste Halt war das eigentliche Ziel meiner Reise, Sibiu, auch Hermannstadt genannt. Auf dem Weg dorthin wollte ich natürlich über den Transfăgărășan fahren, wenn ich schon die anderen schönen Pässe auslassen musste. In Sibiu habe ich mich direkt verliebt, deshalb ist es mir nicht schwer gefallen dort insgesamt drei Tage zu verbringen. Die Stadt ist sehr vielfältig und modern, hat kulturell einiges zu bieten, eine tolle Gastronomie Szene und insgesamt mag ich sowieso mittelalterlich angehauchte Städte.

Nach Sibiu hieß es eigentlich nur noch zurück nach Satu Mare zu kommen. Ein Tag wäre etwas zu anstrengend gewesen, weshalb ich die Strecke in 2 Tage aufteilte. Mit dem Ende von Fahrtag 11 stand die KTM wieder auf dem Trailer, zwischenzeitlich mit weiteren Defekten wie Ausfall des Displays und leckendem Ausgleichsbehälter.

Die Reise lässt mich zwiegespalten zurück, einerseits ist das Land Rumänien super schön, ein toller Kontrast aus alten Überbleibseln der kommunistischen Zeit und Moderne durch Aufschwung an allen Ecken. Ich hätte das Land gerne mehr mit dem Motorrad befahren, einige POIs und Pässe musste ich leider auslassen, was mich zum negativen Teil führt… die KTM. Das in der heutigen Zeit, ein 3000 km altes Motorrad so viele Probleme macht und fast die Reise ruiniert hat mich sehr enttäuscht. Die einzige Hilfe die ich bekam war von meinem Händler. Von KTM und deren Mobilitätsgarantie kann man offensichtlich nicht viel erwarten. Das nächste Motorrad wird ziemlich sicher keine weitere KTM werden. #ReadytoRepair

1 Kommentar zu „Rumänien – Heimat meiner Vorfahren

  1. Ulrike Luise Klein 04/12/2022 — 23:05

    Warst Du auch im Geburtsort Deines Vaters, Hermannstadt? Hoffentlich hattest Du viel Spaß? Vielleicht auch einmal eine nicht so weite Reise 😉 Mom

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