Unterwegs im Rheinischen Braunkohlerevier

Ein Tag nach der Einfahrkontrolle der KTM ging es für ein Wochenende in die Nordeifel, ca 250 km entfernt. Dort haben gute Freunde ein Ferienhaus indem man sich ab und zu mal trifft und es liegt auf der Hand sich dort mit dem Motorrad hin zu begeben, auch wenn die anderen keine Motorradfahrer sind. Eine Fahrt durch die Eifel lohnt fast immer!

Neben grillen, dummem Zeug erzählen, Open Air Kino und Unternehmungen im Umkreis des Rursee wollte ich dieses mal unbedingt die Tagebaugebiete Inden, Hambach und Garzweiler auf ein Neues besuchen, da ich vor 3 Jahren nur flüchtig auf der Durchreise vorbeigekommen, da aber schon unendlich beeindruckt war.

Während die anderen zum Chillen an den Rursee fuhren machte ich mich also auf den Weg ins Rheinische Braunkohlerevier! Das Gebiet befindet sich ganz grob im Dreieck zwischen Aachen, Köln und Mönchengladbach und beheimatet mit dem Tagebau Hambach das größte Abbaugebiet Deutschlands, dessen breiteste Ausdehnung aktuell etwa 10 km beträgt.

Im Tagebau Garzweiler arbeitet der weltgrößte Schaufelradbagger mit der Kennung 288, sagenhafte 220 m lang und 96 m hoch (knapp 1 Fußballfeld 😉 und wenn man daneben einen 10-15 m langen ca. 200 t schweren Radlader stehen sieht bekommt man erst richtig ein Gefühl für die Dimensionen. Ein anderer Vergleich… der Bagger 288 ist nur etwas kleiner als der Eiffelturm aber rund 3000 Tonnen schwerer.

Ich bin die verschiedenen Aussichtspunkte der Tagebau Gebiete abgefahren und am Ende summierte sich eine 180 km lange Tagesetappe, war auch noch einmal verdeutlicht wie groß dieses Gebiet ist.

Aus technischer Sicht extrem beeindruckend und interessant, nichts desto trotz finde ich die Belastungen für die Menschen vor Ort und unser Klima bedenklich. Ich bin gespannt bis wann unsere Regierung den Ausstieg aus der Braunkohle verabschiedet und ob überhaupt.

1 Kommentar zu „Unterwegs im Rheinischen Braunkohlerevier

  1. Mir geht es beim Anblick ähnlich: Finde die Dimensionen beeindruckend. Aber es bleibt auch erschreckend, wieviel der Mensch hier zerstört hat.

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